Neue Studie zu Listenexperimenten veröffentlicht

When Statistical Truth Serum is not Enough –

Lessons from a Failed List Experiment to Measure Corruption in Ukraine

Christoph Sajons · Bettina Müller · Maksym Samoiliuk

Survey Research Methods (2026)

Vol. 20, No. 3, pp. 391–405

 

Listen-Experimente dienen dazu, wahrheits­gemäße Antworten auf sensible Fragestellungen zu erhalten, indem den Befragten ein hohes Maß an Anonymität gewährleistet wird. Sie beruhen jedoch auf der Annahme, dass die Befragten nicht auf die Gestaltung des Erhebungs­instruments reagieren.

In diesem Beitrag präsentieren wir die Ergebnisse eines List-Experiments, mit dem das Ausmaß von Korruption und Bestechung im Antrags­verfahren eines internationalen Förder­programms für kleine und mittlere Unter­nehmen (KMU) in der Ukraine unter­sucht werden sollte. Das Experiment scheiterte jedoch an einer zentralen Validitäts­prüfung und lieferte unrealistische Ergebnisse. Eine eingehendere Analyse der Daten sowie Er­kenntnisse aus einer bei den Teilnehmenden durchgeführten Folgebefragung deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der Programmempfängerinnen und -empfänger ihre Erfahrungen mit dem Antrags­verfahren möglicherweise bewusst falsch dargestellt hat.

Zur Studie

Zurück